Nû wis frô, getriuwer kneht!
dû bist getriuwe gewesen über ein wênic guotes:
nû wil ich dich setzen über allez mîn guot,
ganc in die freude dînes herren!
Mt. 25,21
Wer kann überhaupt zusätzlich zur eigenen Jugend weitere Talente gebrauchen? Die meisten Vereine entdecken ein Hintermannschaftstalent und zwei Feldtalente. Damit brauchen sie mindestens 20 WP, um alle Talente wenigstens auf 7 zu trainieren, mit 32 WP werden die Spieler voll austrainiert. Ein durchschnittlicher Verein wird in einer Saison 11*3 WP in der Liga und einen WP im Pokal einspielen können. Dafür reicht das Trainingspotential aus -- wahrscheinlich sind nicht alle Talente der Vorsaison voll austrainiert worden, und außerdem kann man ja auch noch den einen oder anderen X II 8 trainieren. Für Vereine mit einem Hintermannschaftstalent lohnt sich der Kauf also nur, wenn sie damit rechnen können, in ihrer Liga weit oben mitspielen zu können. Für die Abstiegskandidaten ist ein Talentkauf offensichtlich in jeder Liga Unfug.
Eine Ausnahme bilden Vereine, die drei Feldtalente entdeckt haben. Diese haben nur ein Trainingspotential von 15 bis 24 WP, und wenn sie beide Ligaspiele einer Runde gewinnen, haben sie schon ein Problem, die gewonnenen 4 WP sinnvoll unterzubringen. Gerade gegen Ende der Saison, wenn alle X II 8 auf 10 trainiert sind, wird es gruselig: Wer will schon einen X III 6 trainieren, nur um ihn ein paar Runden später als X IV 2 zu verkaufen? Hier werden auch durchschnittliche Vereine ein weiteres Talent gut gebrauchen können, egal in welcher Liga sie spielen.
Zuerst einmal muß man sich darüber klar werden, was man unter einem starken und was unter einem schwachen Verein verstehen will. Ist ein abstiegsbedrohter Erstligist ein schwacher Verein oder ein erfolgreicher Viertligist? Die beiden haben unterschiedliche Stärketabellen, und sie haben einen unterschiedlich dringenden Bedarf an Trainingspotential. Beides dürfte sich auf den Wert eines trainierbaren Spielers für diesen Verein auswirken.
Konsequenterweise müßte man natürlich für jeden Verein, der einen Spieler kauft, der noch in der nächsten Saison RWP bringt, den Rhythmus in der Hintermannschaft berücksichtigen und die Stärketabelle je nach Saison entsprechend anpassen. Aber so viel Aufwand spare ich mir: Ein Talent ist eine sehr langfristige Investition, es wird im Schnitt drei volle Saisons zur Stammelf gehören. Beim dreijährigen Rhythmus der Hintermannschaft wird also in zwei der drei Saisons die Standardtabelle für den schwachen Verein passen. Und bei einer langfristigen Investition sollten 4 RWP mehr oder weniger niemandem wehtun. Deshalb werde ich durchgehend die beiden von Michael Schröpl ins Spiel gebrachten Stärketabellen verwenden. Der von ihm als schwach bezeichnete Verein paßt ganz gut zu meinem im Artikel Siegwahrscheinlichkeiten im Pokalfinale vorgestellten durchschnittlichen Verein A, der starke nicht ganz zufällig zu meinem Verein C. Verein B ist so schwach, daß er auch mit drei Feldtalenten kaum ein zusätzliches Talent gebrauchen kann, ich werde ihn daher hier nicht betrachten. Die Namen A und C werde ich der Übersicht halber beibehalten. Die Stärketabellen
Verein A: 6-6-3-3-4-4-5-5-5-6-6
Verein C: 7-7-3-4-5-5-6-6-6-7-8
Na, das läßt sich mit den von Martin Ahlemeyer in den Anmerkungen zum Spielerwert entwickelten Werkzeugen leicht durchrechnen:
| F nT 2 in Runde 2 | Verein A | Verein C |
| ohne Training | ohne Training | |
| RWP 1. Saison | 0-0-0-0-0-0-0-NL | 0-0-0-0-0-0-0-NL |
| RWP-Effekt | 0 RWP * 25 kKj = 0 kKj | 0 RWP * 35 kKj = 0 kKj |
| Nichtligawert | F nT 2 = 200 kKj | F nT 2 = 200 kKj |
| Gesamt | 200 kKj | 200 kKj |
| mit Training | mit Training | |
| RWP 1. Saison | 0-0-0-0-0-0-0-NL | 0-0-0-0-0-0-0-NL |
| RWP-Effekt | 0 RWP * 25 kKj = 0 kKj | 0 RWP * 35 kKj = 0 kKj |
| Nichtligawert | F nT 3 = 300 kKj | F nT 3 = 300 kKj |
| Gesamt | 300 kKj | 300 kKj |
| Wertzuwachs | 100 kKj | 100 kKj |
Das ist ja gruselig! 100 kKj bringt das einmalige Training dem Spieler an zusätzlichem Wert, egal für welchen Verein er spielt. Zum Vergleich: Ein X III 6 gewinnt durch das Training auf 7 beachtliche 215 kKj, im Schnitt soll ein Trainings-WP sogar 350 kKj wert sein! Der Grund dafür ist ganz offensichtlich, daß der X nT 2 auch nach dem Training auf 3 für keinen Verein auch nur einen einzigen RWP bringt, übrig bleibt also nur den NL-Wertgewinn. Moment mal: Warum wird für den Wert des Spielers eigentlich der NL-Wert angesetzt? Das mag bei einem F III 6 sinnvoll sein, der ja tatsächlich häufig an die NL verkauft wird, aber bei trainierbaren Spielern ist das schon sehr unrealistisch. Die Oberfoul-Handelswerttabelle bewertet den X nt 2 vom GM-Angebot in Runde 1 mit 651 kKj, den X nT 3 dagegen mit 977 kKj. Das sind heftige Differenzen:
| RWP-Ansatz Verein A | RWP-Ansatz Verein C | Oberfoul-Handelswert | |
| F nT 2 in Runde 2 | 200 kKj | 200 kKj | 651 kKj |
| F nT 3 in Runde 2 | 300 kKj | 300 kKj | 977 kKj |
Egal, ob mit oder ohne Training, der Spieler ist in der Handelswerttabelle mehr als dreimal so teuer, wie er nach unserem RWP-Ansatz eigentlich wert ist. Entweder zahlen also viele Manager unsinnig hohe Preise für schwache Talente, oder mit unserem Ansatz stimmt etwas nicht -- oder?
Was ist also das einmalige Training, d. h. ein WP, nun wert? Martin Ahlemeyer sagt:
Ein WP ist soviel wert, wie er an zusätzlichen Runden-WP (RWP) und an erhöhtem Nichtligawert bei optimalem Training erbringt.
Aha! Bei der Berechnung wurde aber nur ein einmaliges Training angenommen, und das ist sicher nicht optimal. Besonders schön sieht man das am F nT 2, der beim einmaligen Training überhaupt keine zusätzlichen RWP bringt, bei einem für die Mannschaft optimalen Training bis auf 10 dagegen eine ganze Menge RWP pro trainiertem WP.
Will man nur den Wert des Trainings selbst beurteilen, etwa um das Training des eigenen Vereins zu optimieren, ist der Ansatz also ungeeignet. Für die Wertbestimmung der Talente ist der Fehler bei der Wertbestimmung des Training dagegen gar nicht schlimm: Die Annahme, daß der Verein den Spieler nur einmal trainiert, wird ja bei der Wertberechnung für den Spieler schon wieder verworfen. An zwei Stellen kann die falsche Wertbestimmung des einmaligen Trainings dennoch Folgefehler verursachen: Wenn der durchschnittliche Wert eines Trainings-WPs in allen Spielrunden systematisch zu niedrig angesetzt sein sollte, wird der Wert der trainierbaren Spieler insgesamt zu hoch angesetzt werden. Außerdem scheint es mir problematisch, aufgrund dieser Berechnungen einem WP in der Saisonmitte einen geringeren Wert zuzuschreiben als am Anfang oder Ende der Saison. Dabei unterstelle ich ja, daß ich einen F nT 5 als F I 6 an die NL verkaufe. Wer macht denn sowas? Der Wert des Trainings am Ende der Saison ist ja nur so hoch, weil ich dann ein F nT 8 oder 9 trainieren kann. und das geht nur, wenn ich in der Mitte der Saison brav mein F nT 5 hochtrainiert habe. Vor diesem Hintergrund scheint mir eine rundenabhängige Wertbestimmung für Trainings-WP überflüssig.
Für die Wertbestimmung des Trainings werde ich einen anderen Ansatz verfolgen: Zuerst berechne ich den Wert des Spielers bei optimalem Training wie Martin Ahlemeyer, jedoch ohne die Kosten des Trainings dabei zu berücksichtigen. Davon ziehe ich den Wert des Spielers ohne Training ab und teile das Ergebnis durch die Anzahl der eingesetzten Trainings-WP. Der Wert eines WP nach dieser Berechnung erfüllt alle meine Anforderungen: Er ist in jeder Saisonrunde gleich hoch und er berücksichtigt, daß ein Talent in der Regel als nT oder Alter-I-Spieler bis auf 10 trainiert wird. Damit kann er beispielsweise auch den Wert des Trainings eines nT 2 auf 3 erfassen. Er macht dabei aber ebenfalls einen Unterschied, ob ich einen nT 4 in Runde 3 oder in Runde 6 kaufe -- ansonsten wäre natürlich nichts gewonnen.
Für die Berechnung des Spielerwertes bei optimalem Training muß ich natürlich festlegen, in welchen Runden der Spieler trainiert wird. Martin Ahlemeyer verwendet die Trainingsreihenfolge
ja - nein - ja - ja - ja - ja - nein - ja - ja - ja - ja - nein - ja (usw.)Für einen Verein, der sich einen fünften Trainingspunkt eingekauft hat, scheint mir das schon fast etwas zu konsequent trainiert, vor allem bei schwachen Talenten. Damit wird ein F nT 2 aus Runde 2 ja bis Runde 11 voll trainiert. Ob das realistisch ist? Zweifel sind angebracht. Vermutlich werden die meisten Vereine Alter-I-Spieler ohne Pause sofort hochtrainieren und starke Talente schneller trainieren als schwache. Für eine allgemeine Betrachtung tut es das Trainingsmuster aber allemal.
| F nT 2 in Runde 2 | Verein A | Verein C |
| Spielerstärke als nT | 0-3-3-4-5-6-7-7-8-9-10 | 0-3-3-4-5-6-7-7-8-9-10 |
| RWP 1. Saison | 0-0-0-1-1-2-2-2-3-3-4 | 0-0-0-0-0-1-1-1-2-2-2 |
| RWP 2. Saison | 4-4-7-7-6-6-5-5-5-4-4 | 3-3-7-6-5-5-4-4-4-3-2 |
| RWP 3. Saison | 2-2-5-5-4-4-3-3-3-2-2 | 1-1-5-4-3-3-2-2-2-1-0 |
| RWP 4. Saison | 0-0-1-1-NL | 0-0-1-NL |
| RWP-Effekt | 112 RWP * 25 kKj = 2800 kKj | 80 RWP * 35 kKj = 2800 kKj |
| Nichtligawert | 160 kKj + 3*220 kKj = 820 kKj | 160 kKj + 3*220 kKj = 820 kKj |
| Gesamt | 3620 kKj | 3620 kKj |
| Wert des Trainings | (3620-200) : 8 = 428 kKj | (3620-200) : 8 = 428 kKj |
Bei dieser Rechnung verzichte ich darauf, den Spieler als F II 8 noch einmal zu trainieren. Dafür darf er bei mir durchspielen: Wenn der schwache Verein ihn verkauft, bekommt er 480 kKj von der NL, wenn er ihn durchspielen läßt, 160 kKj plus 300 kKj an RWP-Wert. Dafür kann er aber bestimmt noch einen F III 6 an die NL verkaufen, der ihm noch (240-20) = 220 kKj bringt. Zusammen sind das 680 kKj und damit klar mehr als die 480 kKj, die ein NL-Verkauf bringen würde. Auch für den starken Verein lohnt es sich, den Spieler zu behalten. Den F II 8 habe ich übrigens deshalb nicht trainiert, weil ich bei diesem Ansatz gar nicht wissen kann, ob sich sein Training lohnt -- dazu müßte ich wissen, was ein Trainings-WP im Schnitt wert ist, und das will ich ja erst mit diesem Ansatz berechnen. Das ist eine methodische Schwäche dieses Ansatzes, die ich nicht verschweigen will.
| F nT 4 in Runde 5 | Verein A | Verein C |
| Spielerstärke als nT | 0-0-0-0-5-5-6-7-8-9-9 | 0-0-0-0-5-5-6-7-8-9-9 |
| RWP 1. Saison | 0-0-0-0-1-1-1-2-3-3-3 | 0-0-0-0-0-0-0-1-2-2-1 |
| RWP Saison 2-4 | 94 | 71 |
| RWP-Effekt | 108 RWP * 25 kKj = 2700 kKj | 77 RWP * 35 kKj = 2695 kKj |
| Nichtligawert | 820 kKj | 820 kKj |
| Gesamt | 3520 kKj | 3515 kKj |
| Wert des Trainings | 520 kKj | 519 kKj |
Der Wert des Trainings ist auch hier sehr ähnlich.
| F nT 6 in Runde 8 | Verein A | Verein C |
| ohne Training | ohne Training | |
| RWP 1. Saison | 0-0-0-0-0-0-0-1-1-0-0 | 0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0 |
| RWP 2. Saison | 0-0-3-3-2-2-1-NL | 0-0-3-2-1-1-NL |
| RWP-Effekt | 13 RWP * 25 kKj = 325 kKj | 7 RWP * 35 kKj = 245 kKj |
| Nichtligawert | 480 kKj + 220 kKj | 480 kKj + 220 kKj |
| Gesamt | 1025 kKj | 945 kKj |
| mit Training | mit Training | |
| Spielerstärke als nT | 0-0-0-0-0-0-0-7-7-8-9 | 0-0-0-0-0-0-0-7-7-8-9 |
| RWP 1. Saison | 0-0-0-0-0-0-0-2-2-2-3 | 0-0-0-0-0-0-0-1-1-1-1 |
| RWP Saison 2-4 | 94 | 71 |
| RWP-Effekt | 103 RWP * 25 kKj = 2575 kKj | 75 RWP * 35 kKj = 2625 kKj |
| Nichtligawert | 820 kKj | 820 kKj |
| Gesamt | 3395 kKj | 3445 kKj |
| Wert des Trainings | (3395-1025) : 4 = 593 kKj | (3445-945) : 4 = 625 kKj |
Na sowas! Auch bei meinem Ansatz ist das Training eines starken Talents mehr wert als das eines schwachen Talents, und witzigerweise scheint hier das Training in der Saisonmitte wertvoller zu sein als das zu Saisonbeginn! Was soll ich jetzt davon halten, den Effekt rundenabhängiger Trainings-WP-Preise wollte ich doch gerade nicht haben? Man kann sich ja durchaus vorstellen, daß die drei hier beschriebenen Spieler ein und derselbe Spieler zu unterschiedlichen Saisonzeitpunkten ist. Offenbar ist es weniger schlimm, wenn ein Verein in einer verkorksten Saison ein F nT 2 zum Handelsschluß an die NL verkaufen muß, als wenn ein F nT 4 nicht mehr hochtrainiert werden kann: Da stecken ja schon zwei wertvolle Trainings-WP drin. Nach jedem Training eines Spielers ändert sich also auch der Wert des nächsten Trainings, er steigt. Und was ist das Training bei einem F I 9 und einem F II 8 in der ersten Runde wert?
| F I 9 in Runde 1 | Verein A | Verein C |
| ohne Training | ohne Training | |
| RWP 1. Saison | 3-3-6-6-5-5-4-4-4-3-3 | 2-2-6-5-4-4-3-3-3-2-1 |
| RWP 2. Saison | 1-1-4-4-3-3-2-NL | 0-0-4-3-2-2-1-NL |
| RWP-Effekt | 64 RWP * 25 kKj = 1600 kKj | 47 RWP * 35 kKj = 1645 kKj |
| Nichtligawert | 420 kKj + 220 kKj | 420 kKj + 220 kKj |
| Gesamt | 2420 kKj | 2465 kKj |
| mit Training | mit Training | |
| RWP Saison 1-3 | 94 | 72 |
| RWP-Effekt | 94 RWP * 25 kKj = 2350 kKj | 72 RWP * 35 kKj = 2520 kKj |
| Nichtligawert | 160 kKj + 2*220 kKj | 160 kKj + 2*220 kKj |
| Gesamt | 2950 kKj | 3120 kKj |
| Wert des Trainings | 2950 - 2420 = 530 kKj | 3120 - 2465 = 655 kKj |
Der F II 7 bringt 420 kKj NL-Wert, aber selbst dem schwachen Verein nur noch 6*25 + 220 kKj = 370 kKj, wenn er durchspielt. Er hat sich seine Rente redlich verdient. Für den starken Verein lohnt sich das Training enorm, weil er seine RWP teuer bezahlen muß und ihm das Training satte 28 RWP plus einen NL-Verkauf bringt. Der schwache Verein bekommt durch das Training auch nur zwei RWP mehr, die er anderswo billiger als der starke Verein einkaufen könnte. Für ihn ist das starke Talent ein attraktiveres Trainingsobjekt.
| F II 8 in Runde 1 | Verein A | Verein C |
| ohne Training | ohne Training | |
| RWP-Effekt | 37 RWP * 25 kKj = 925 kKj | 25 RWP * 35 kKj = 875 kKj |
| Nichtligawert | 160 kKj + 220 kKj | 160 kKj + 220 kKj |
| Gesamt | 1305 kKj | 1255 kKj |
| mit Training | mit Training | |
| RWP 1. Saison | 3-3-7-7-6-6-5-5-5-4-4 | 2-2-7-6-5-5-4-4-4-3-2 |
| RWP 2. Saison | 0-0-3-3-2-2-1-NL | 0-0-3-2-1-1-0-NL |
| RWP-Effekt | 66 RWP * 25 kKj = 1650 kKj | 51 RWP * 35 kKj = 1785 kKj |
| Nichtligawert | 240 kKj + 220 kKj | 240 kKj + 220 kKj |
| Gesamt | 2110 kKj | 2245 kKj |
| Wert des Trainings | (2110-1305) : 2 = 403 kKj | (2245-1255) : 2 = 495 kKj |
Na, das ist ja eine schöne Überraschung! Für Verein A ist das Training eines F II 8 in Runde 1 fast so viel wert wie das eines F nT 2 in Runde 2, für den Verein C sogar deutlich mehr als das Talenttraining! Damit hätte ich nun überhaupt nicht gerechnet. Anscheinend trainiert man bei einem F nT 2 einfach viel zu lange auf die Bank. Der F II 8 bringt dem Verein C fast so viele RWP wie Verein A, das Talent bringt ihm dagegen deutlich weniger RWP. Weil er seine RWP teurer einkaufen muß als A, ist der F II 8 für den starken Verein so ein attraktives Trainingsobjekt. Aber daß ein Training eines F II 8 zu Saisonbeginn für einen starken Verein fast so wertvoll ist wie das eines F nT 4 in Runde 2, wer hätte das gedacht? Das Training der selbstentdecken Talente ist zwar nicht wertvoller als das eines F II 8 in Runde 1, hat dafür aber einen anderen Vorteil: Ich kann die ganze Saison über meine Trainings-WP reinstecken, und es wird immer einen halbwegs ordentlichen Wert bringen. Hier, und nur hier, sehe ich den Nutzen der schwachen Talente. Spätestens in der zweiten Saisonhälfte wird es keine Alternative mehr zum Talentetraining geben, und wehe dem, der dann weniger als vier Talente zum trainieren hat. Aber am Anfang der Saison ist Alter-II-Training sicher mehr als nur eine Notlösung, sondern gerade für starke Vereine eine lohnende Investition. Zum Abrunden will ich noch schnell die Wert für einen F III 6 in Runde 1 berechnen:
| F III 6 in Runde 1 (1) | Verein A | Verein C |
| ohne Training | ohne Training | |
| RWP-Effekt | 11 RWP * 25 kKj = 275 kKj | 7 RWP * 35 kKj = 245 kKj |
| Nichtligawert | 240 kKj | 240 kKj |
| Gesamt | 515 kKj | 485 kKj |
| mit Training | mit Training | |
| RWP 1. Saison | 1-1-4-4-3-3-2-2-2-1-1 | 0-0-4-3-2-2-1-1-1-0-0 |
| RWP-Effekt | 24 RWP * 25 kKj = 600 kKj | 14 RWP * 35 kKj = 490 kKj |
| Nichtligawert | 220 kKj | 220 kKj |
| Gesamt | 820 kKj | 710 kKj |
| Wert des Trainings | 305 kKj | 225 kKj |
Sollte ein einmaliges Training eines F III 6 notwendig werden, bringt es nur noch 305 kKj für Verein A und sogar nur noch 225 kKj für Verein C. Fairerweise muß man natürlich dazusagen, daß ich beim F II 8 angenommen habe, daß er bis auf 10 trainiert wird. Wird der F III 6 bis auf 9 trainiert, ist der durchschnittliche Wert des Trainings etwas höher. Ein gewaltiges Verlustgeschäft wird es aber bleiben.
Wie schon Martin Ahlemeyer festgestellt hat, bleibt noch zu klären, welcher Teil davon dem Spieler und welcher dem Trainings-WP zuzurechnen ist. Dann läßt sich auch Der vereinsspezifische Wert von trainierbaren Spielern berechnen.